Eisengeschichte

Das Eisenmangelsyndrom IDS wurde in Basel (Schweiz) 1998 durch den Hausarzt Dr. med. Beat Schaub wiederentdeckt, nachdem es 1957 erstmals von der Universität Innsbruck beschrieben und 1971 von der Charité Universitätsmedizin Berlin bestätigt wurde. Allerdings ist das Problem schon länger bekannt, wie im Lehrbuch von Prof. G. Brüschke (Berlin, 1971) angeführt wird (Geschichte von Eisenmangel).

Schon 1910 wurde von Wissenschaftlern festgestellt, dass Eisenmangel auch ohne Anämie zu Symptomen führen kann. Es ist bemerkenswert, dass die ersten intravenösen Behandlung schon Ende des 19. Jahrhunderts durchgeführt wurden. Die heute in der Schweiz seit Jahren erfolgreich und gefahrlos verwendete Eisensaccharose kam 1923 erstmals zu Anwendung.

Das Eisenmangelsyndrom IDS hat sich in der Schweiz seit 2005 zunehmend durchgesetzt (Gründung des Netzwerks der Ärztlichen Eisenzentren 2005 und der Swiss Iron Health Organisation SIHO 2007).

Geschichte einer Patientin

Es ist mir alles zu viel. Ich bin erst 32 jährig und meine Batterien sind leer. Ich könnte immerzu einschlafen. Oft fühle ich mich grundlos niedergeschlagen und mein Selbstwertgefühl ist im Keller. In letzter Zeit vertrage ich sogar die Kinder nicht mehr, es herrscht eine Unruhe in der Familie, weil ich keine Nerven mehr habe. Es tut mir ja so leid, ich wünschte mir, es wäre anders.

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